Aber eigentlich ist die Strasse fuer alle da. Nur - Kein Airbag für Fußgänger
fahrrado es baulich oder durch Schilder gegeben ist,
muessen Fussgaenger und Radfahrer (im uebrigen auch
landwirtschaftlische Fahrzeuge etc.) die ihnen
zugewiesenen Spuren (Gehwege) benutzen.
Gibt es keinen Radweg, musst du dich mit Radfahrern
auf der Strasse abfinden. Gibt es gar keinen Fussweg,
dann sogar mit Fussgaengern. Es ist im allgemeinen
etwas arrogant zu behaupten, die Strasse sei nur fuer
Autos da.
Und dass ein Radfahrer wie ein Bekloppter faehrt, mag
sein, kommt dir aber eventuell auch nur so vor, da
sich bei einem Fahrrad jede Bewegung auf das Fahrrad
selbst uebertraegt. Und schneller als ein Auto ist
ein Rad nur alle Jubeljahre. Wenn dir ein Fahrrad mit,
sagen wir, 40 km/h (bergab), entgegenkommt, ist das
keine Raserei oder gar beklopptes Fahren, sondern
das gute Recht des Fahrradfahrers (solange die
Hoechstgeschwindigkeit nicht beschraenkt ist), und du
als Autofahrer muss dich entsprechend anpassen.
Leider ist alle Theorie grau. Als ich noch in D war,
war beinahe jeder Fahrradfahrer nachts ohne Licht
unterwegs. Hand raushalten beim Abbiegen scheint ganz
aus der Mode gekommen zu sein. Ich hab’ mir immer gesagt:
Wer gefaehrlich leben will, soll das bitte auch tun.
Aber wenn trotz rausgehaltener Hand etwas passiert,
hat man sich wenigstens rechtlich abgesichert. Die
wenigsten Autofahrer achten naemlich auf soetwas.
Selbst stehende Autos sind eine Gefahr, weil die
meisten Autofahrer es schlichtweg versaeumen, vor
dem Oeffnen der Tuer kurz nach hinten zu blicken.
Gruss,
O’Brien