Re: Fürs Fahrrad bitte - GPS-Lösung vom Kaffeeröster (Update)

Ein PDA hat natürlich viele Vorteile (mehr Anwendungsmöglichkeiten,
höhere Performance, besseres (Farb-)Display, mehr Speicher usw.). Ich
bezweifle allerdings, dass ein PDA robust genug ist, um auf Dauer
einen Einsatz am Fahrradlenker unbeschadet zu überstehen. Die Teile
sind einfach nicht dafür gebaut, über Schotterpisten und Waldwege
gejagt zu werden und am Lenker bekommen sie doch erhebliche Stöße ab.
Einem guten GPS-Empfänger kann das nichts anhaben. Er übersteht
selbst einen Sturz unbeschadet und ist außerdem 100% wasserdicht.
Ideal ist natürlich eine Kombi aus PDA und GPS-Empfänger (ich meine
allerdings einen Empfänger mit Display, keine GPS-Maus oder
PDA-Aufsatz).
Touren fürs Rennrad kann man mit den mitgelieferten
CitySelect-Europakarten ideal planen und dann aufs GPS übertragen.
Für Offroad-Touren kann man die TOP50-Karten verwenden oder im
Internet Touren herunterladen. Tip: Auf der Site
http://www.das-rad-ruft.de/Radtouren/ wird eine Tourendatenbank
aufgebaut. Da sind z.B. schon viele deutsche Fernradwege gespeichert.
Den PDA kann man dazu benutzen, für mehrtägige Touren die Tracks bzw.
Routen zu speichern, da die GPS-Empfänger unverständlicherweise
hierfür meist viel zu wenig Speicher bereitstellen. Ich denke, dass
der PDA gut gepolstert in der Packtasche keinen Schaden nehmen kann.
Für den Zweck tut es auch ein alter Palm mit 2 MB Speicher locker.
Den GPS V kann man sogar (mit Einschränkungen) als
Autonavigationssystem verwenden. Die PDA-Auto-Navilösungen sind zwar
optisch wesentlich besser und mit Sprachausgabe, aber was nützt das,
wenn das Kartenmaterial uralt ist, was meistens aus Kostengründen der
Fall ist.
Falls es doch jemand mit einem PDA versuchen möchte, ist die
GPS-Software “Fugawi” empfehlenswert. Damit lassen sich die
TOP50-Karten lesen und auf einen PDA mit Palm oder Pocket
PC-Betriebssystem übertragen. Habe ich allerdings selbst noch nicht
ausprobiert.
Fazit der langen Rede: Wenn man nur den Einsatz als
Fahrrad-Navi-System als Kriterium heranzieht, ist z.Z. ein reiner
GPS-Empfänger TOP50 Karten evtl. weitere Software meiner Meinung
nach die bessere Wahl.
Der ganze Spaß ist natürlich nicht ganz billig und man sollte nicht
vergessen, dass man einiges an Zeit investieren muss, bis man die
Technik im Griff hat und die erste Tour im “Kasten” ist.
Allerdings macht das Ganze auch saumäßig Spaß und es ist einfach
praktisch, bei einer Tour nicht an jeder Ecke anhalten zu müssen, um
die Karte aus der Tasche zu ziehen.
Wer ein bisschen technikverrückt ist und oft Radtouren macht, dem
kann ich’s wirklich empfehlen. Es gibt schon einige Webseiten, die
sich mit dem Thema GPS Fahrrad beschäftigen, so dass man auf
Erfahrungen anderer zurückgreifen kann und auch einige nützliche
Freeware-Tools herunterladen kann.

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