Flugzeug, Bahn, Auto, Fahrrad, Fußgänger, Zuhausesitzer - Debatte um Zugriff auf LKW-Mautdaten für…

fahrradord hält ein Flug in die USA, da wollen sie wirklich alles
über Dich wissen. Aber auch bei einem normalen innereuropäischen Flug
wird eine riesige Maschinerie beim Booking in Gang gesetzt, bei der
niemand nachvollziehen kann, wer Name, Geburtsdatum und
Personalausweisnummer wie lange und wofür speichert.
Bei der Bahn ist das noch nicht so, aber Frau Jelpe hat sich
getäuscht, wenn sie das für abwegig hält. Wo ist denn aus der Sicht
von Law-and-Order-Leuten der qualitative Unterschied zwischen einer
Flugreise und einer Bahnfahrt? Natürlich nicht für den
Regional-”Express”, der von einer Milchkanne zur nächsten bummelt,
sondern für längere Strecken.
Und dann hätten wir da noch den Autobahnverkehr. Niemand kann so naiv
sein, zu glauben, die Bundesregierung würde aus vielen Möglichkeiten
eines Mautsystems ausgerechnet die teuerste wählen, die sich zur
Komplettüberwachung des Autobahnverkehrs eignet, um dann die Daten
einfach einem Unternehmen zur Abrechnung zu überlassen. Die
Datenschützer haben exakt vorausgesehen, was zur Zeit passiert und
die Diskussion ist ein perfekter Beweis für die These:
Wenn Daten erst einmal erhoben sind, entstehen automatisch
Begehrlichkeiten. Und denen wird irgendwann nachgegeben. Und das
war’s dann mit der Kontrolle über die Daten.
Wo soll die Grenze liegen, welche Daten z.B. zur polizeilichen
Ermittlung herangezogen werden dürfen? Ich würde sagen deutlich vor
dem heutigen Status Quo und protestiere gegen jede weitere
Ausweitung. Ich möchte, dass Täter gefasst werden, aber die geplanten
Maßnahmen stehen nicht mehr im richtigen Verhältnis zum möglichen
Nutzen.

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