deutsche Bahn sowieso Fahrrad-feindlich - Auch Fahrräder wollen parken
fahrradicht etwas off-topic, aber der Artikel greift ja das Thema
wenigstens kurz auf)
es ist zwar nicht klar, ob es das Betreiben eigener
Fahrrad-Vermietungen ist, oder aber schlicht der Umstand, daß
Fahrgäste mit Fahrrad infolge der noch immer existierenden Hürden in
Form von nicht-ebenen Einstiegen an den Zügen dann doch einige
Sekunden länger brauchen, um in den oder aus dem Zug zu kommen,
jedenfalls hat die Bahn erfolgreich etliche Maßnahmen etabliert,
Fahrradfahrende Kunden zu vergraulen:
- Umwidmung von IR-Zügen in zuschlagspflichtige IC-Züge
- Ausdünnung noch vorhandener IR/IC-Linien zugunsten ICEs, die keine
Fahrräder mitnehmen
- keine Möglichkeit für eine Online-Fahrradreservierung für Fernzüge,
stattdessen sogar die Aussage, es müsse am Vortag reserviert werden.
also fährt mensch am Vortag extra in die nächste Stadt, wo es
vielleicht noch einen offenen Schalter gibt, um nach vielleicht 1h
Wartezeit infolge der Ausdünnung der Schalter einen vielleicht noch
vorhandenen Fahrradplatz im IC zu ergattern.
- trotz IC i.d.R. keine klimatisierten Waggons mit Fahrradabteil, das
in der Hauptreisezeit sowieso zu klein ist, stattdessen werden die
Waggons vor Abfahrt über Stunden bei geschlossenen Fenstern in der
Sonne geparkt…
letztlich ist mensch darauf angewiesen, die Nahverkehrszüge zu
nutzen, was bei längeren Strecken durchaus mal 3-4mal so lang dauern
kann, es unsicher ist, ob das Zugpersonal den Zutritt trotz
Überfüllung noch gewährt, ganz zu schweigen vom Umsteigen an
Bahnhöfen mit defekten oder nicht vorhandenen Fahrstühlen mit
bepacktem Fahrrad…
Ein Hoch auf die deutsche Bahn.